Die Kapuzinerkresse

Werbung

Tropaeolum majus

Kapuzinerli, Salatblume, Gelbes Vögerl, Indianerkresse

 


Kapuzinerkresse

Allgemeines

Die Kapuzinerkresse ist eine einjährige Kletterpflanze und kann eine Höhe von 3 m erreichen.
Sie blüht zwischen Juni und Oktober. Bis dahin sollte sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort erhalten, wo sie sich frei entfalten und klettern kann. Dabei sollte sie gut gegossen werden, jedoch schadet zu viel Wasser den Blüten.
Sie ist nicht winterhart.

Die Kapuzinerkresse setzt sich aus ‚Kapuziner‘, angelehnt an die Kapuzen der Mönchskutten und dem althochdeutschen Wort ‚cresso‘, scharf, zusammen.

Kapuzinerkresse Blüte, geschlossen

Werbung

Wirkung

Aufgrund der enthaltenen Senföle wirkt sie entzündungshemmend und kann bei Blasenentzündung und Erkältungen helfen. Die Kapuzinerkresse fördert die Produktion von flüssigem Schleim was das Abhusten erleichtert. In Verbindung mit Meerrettichwurzeln soll sie ebenso wirksam wie Antibiotika sein. Dies sollte man dennoch immer mit einem Arzt besprechen!

Außerdem ist sie verdauungsfördernd, was ebenfalls auf die Senföle zurückzuführen ist.
Lediglich in Verbindung mit Magen-Darm- und/oder Nierenerkrankungen sollte man auf die Kresse verzichten.

Sie regt die Durchblutung an und hilft äußerlich angewandt bei Prellungen und Quetschungen.

Der Saft der Blätter liefert Vitamin C und B, sowie Eisen, Kalium, Magnesium, Schwefel und Phosphor. Somit leistet sie Hilfe bei Mangelerscheinungen der Haut und Haare.

Sie hemmt die Vermehrung von Pilzen, Viren und Bakterien. Laut Johannes Gottfried Mayer könnten sogar Gruppen der Candidapilze sowie die Tuberkelbakterien mit Hilfe der Senföle bekämpft werden. Damit ließe sich die Einnahme von Antibiotika durch die Kapuzinerkresse ersetzen.

 

kapuzinerkresse bluete, geoeffnet

Kapuzinerkresse Blüte, geöffnet

Verwendung

Die Kapuzinerkresse ist bis auf die Wurzeln in allen Teilen essbar.

Sowohl ihre Blätter, als auch die Blüten dienen wunderbar der Verzierung von sommerlichen Salaten (was ihr Beiname Salatblume schon verrät) oder als Beilage zu Brot.

Die zerriebenen Blätter kann man in einer guten Fleischbrühe als Pfefferersatz nehmen. Auch dient sie in derselben als Frühjahrskur, ähnlich wie die Brennnessel.

Die Senföle sind ungeeignet für Säuglinge und Kinder.

Aus den geschlossenen Kapuzinerli-Blüten lassen sich „falsche Kapern“ machen.

Die Kapuzinerkresse kann sowohl frisch, als auch getrocknet verwendet werden.

Das wichtigste zusammengefasst:
  • Lebensdauer: einjährig
  • Standort: sonnig, halbschattig, trocken
  • Winterhart?: Nein
  • Größe / Höhe: 3 m, rankend
  • Inhaltsstoffe: Senföle (Benzylsenföle), Vitamin C und B, Eisen, Kalium, Magnesium, Schwefel, Phosphor
  • Blüte: gelb/orange/rot, Juni bis Oktober
  • Vermehrung: Samen
  • Essbar?: Ja, Blüten und Blätter
  • Gesundheit: entzündungshemmend, verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, bakterien- viren- und pilzhemmend, wärmend

 

All die Angaben und Ratschläge ersetzen niemals den Besuch beim Arzt! In jedem Fall ist ein Vorsprechen bei diesem notwendig!