Die Ringelblume

Werbung

Calendula officinalis

Sonnenbraut, Dotterblume, Rinderblume, Wucherblume, Ingelblum,  Ringelrose, Ringula, Hunneblöme, Sonnenwende, Butterblume, Totenblume, Goldenblöme, Ringella, Brügamsblom, Brüjamsblaum, Haussonnenwirbel

 


Allgemeines

Die Ringelblume blüht einjährig von Mai bis Oktober in ihrem wunderschönen sonnigen gelb-orange und verströmt dabei einen fruchtigen Duft. Ihre Blätter duften dabei etwas mehr, als die knalligen Blüten.

Ihr Wuchs ist eher aufrecht, wobei sie bis zu 60 cm erreichen kann. Ist sie verblüht gibt sie Samen mit Widerhaken ab, welche sich im Freien an das Fell wilder Tiere hängen und auf diese Weise verschleppt und verbreitet werden.

Im Garten mag sie es sonnig oder wenigstens halbschattig. Der Boden darf nicht zu trocken werden, zu nass aber auch nicht und am besten gefällt der Pflanze ein mit etwas Sand durchmengter Boden. Winterhart ist sie dabei leider nicht.

Werbung

Aber sie blüht von Mai bis Oktober immer wieder. Blüten, welche ihre Schönheit hinter sich haben, können abgeschnitten werden. Es werden neue Blüten gebildet.

Wenn sie sich für das nächste Jahr selber aussäen soll, lässt man die vertrockneten Blüten natürlich stehen.

Leider sind Ringelblumen anfällig für Schnecken. Echter und Falscher Mehltau befallen sie öfter, können jedoch mit mäßigem Gießen fern gehalten werden.

 

Dieser Korbblütler wurde schon von Hildegard von Bingen hoch geschätzt. Sie gab der Blume den Namen Ringula oder Ringella.

Korbblütler lösen oft Allergien aus. Produkte aus Ringelblume können Hautreizungen verursachen.

Wirkung

Sie wirkt mild im Innern wie auch äußerlich und hat viele Fähigkeiten. Vor allem innerlich hilft sie auf sanfte Weise, wo andere Pflanzen zu reizend wären.

Neben der stärkenden Wirkung auf die Verdauungsorgane lindert sie Menstruationsbeschwerden und entkrampft. Auch während der Wechseljahre ist sie hilfreich, aufgrund des östrogenhaltigen Stoffes Beta-Sitosterol. Dieses gleicht den Hormonspiegel etwas aus und kann daher auch zyklusregulierend sein, daneben hemmt es die Aufnahme von „schlechtem“ Cholesterin.

Vor allem die Haut profitiert von der Ringelblume. Trockene, gereizte und juckende Haut, sowie sonnenverbrannte, aufgeschürfte Haut, Blutergüsse und Quetschungen – alles kann sich mit einer Salbe oder einem milden Öl wieder erholen und abheilen.

In Sachen Verdauung ist sie auch ein kleines Wunder. Angefangen mit der Linderung vom Brechreiz bis hin zur Hilfe bei Gallenbeschwerden und Leberstörungen. Dazu gehört auch der Verdauungstrakt Magen und Darm.

Verwendung

Ich persönlich habe ganz oft Schwindelanfälle aufgrund meiner ständigen Kopfschmerzen. Mit einem Tee aus Ringelblumen oder auch einem kühlenden, in Ringelblumen-Aufguss getränkten Wickel im Nacken geht es sehr bald vorbei.

Ansonsten kann man Blüten wie auch Blätter in einen sommerlichen Salat geben, wodurch dieser ein zartes Zitronenaroma erhält.

Natürlich kennt jeder die bekannte Ringelblumensalbe. Ganz hervorrragend für wirklich jede gereizte Stelle auf der Haut. Sei sie trocken, gereizt durch Reibung oder Druck, aufgeschürft, rissig…

Sie lässt sich außerdem zu Öl verarbeiten, wodurch sie noch einmal mehr ihre Kräfte entfaltet.

Man sollte dennoch einem Arzt oder in der Apotheke (wenn möglich) zeigen, um was es sich genau handelt. Denn eine Gürtelrose lässt sich mit Ringelblume behandeln, aber bitte auf Absprache mit dem Arzt.

Volksglaube

Pflückt man eine Ringelblume, beschwört man ein Gewitter.

 

In Bauerngärten war die Ringelblume sehr beliebt, denn sie zeigte an, was es für ein Wetter geben soll. War sie bis 7 Uhr morgens bereits geöffnet, sollte es ein sonniger Tag werden. War sie aber um 7 Uhr noch geschlossen, versprach es Regen. Vielleicht daher die vielen volkstümlichen Namen, welche sich auf die Sonne beziehen? Ich dachte erst, es läge an ihrem Aussehen.

Außerdem soll sie den jungen Mädchen Glück in der Liebe bringen. Sie verarbeiteten die Ringelblume zu Salbe, trugen sie vor dem Zubettgehen auf und beteten zum Heiligen Lukas, sie von ihrem Liebsten träumen zu lassen.

 

 

Das wichtigste zusammengefasst:
  • Lebensdauer: einjährig
  • Standort: sonnig, halbschattig
  • Winterhart?: nein
  • Größe / Höhe: bis zu 60cm
  • Blüte: gelb-orange, Mai – Oktober
  • Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Saponine
  • Vermehrung: Samen
  • Gesundheit: beruhigend, wundheilend, hilft bei Leberstörung, verdauungsfördernd, krampflösend, schweißtreibend, schmerzlindernd, antibakteriell, blutreinigend, durchblutungsfördernd
  • Essbar: ja, Blüten und Blätter

 

All die Angaben und Ratschläge ersetzen niemals den Besuch beim Arzt! In jedem Fall ist ein Vorsprechen bei diesem notwendig!