Der Sumpf-Ziest

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Stachys palustris

Schweinsrübe

 


 

Allgemein

Der ausdauernde Sumpf-Ziest wächst sowohl an Ufern, als auch auf feuchten Wiesen. Er benötigt Staunässe und nährstoffreichen Boden, ähnlich dem Japanischen Wasserpfeffer.

Im Boden befinden sich seine Knollen in Form weiter Ausläufer. Mithilfe dieser überdauert und überwintert er im Boden. Im Herbst stirbt die oberiridische Pflanze ab. Im Frühjahr bilden die Ausläufer dann neue Pflanzen.

Dieser Ziest kann eine Höhe von 30-150 cm erreichen und blüht von Ende Juni bis September pyramidenförmig meist Purpur bis Lila.

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Die krautige Pflanze besitzt einen auffallend vierkantigen Stängel, welcher anliegend und an den Kanten abstehend behaart ist.
Die Blätter stehen sich gegenüber und sind schmal, lanzettich und behaart, können aber auch kahl sein.

 

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Verwendung

Man verwendete seine Knollen in früheren Zeiten als Schweinefutter, außerdem hat man sie in der Küche zu Gemüse verarbeitet.
Man kann die Wurzelnknollen der jungen Pflanze trocknen und zu Mehl verarbeiten.
Die Blätter können als Salatbeigabe dienen oder zu Spinat verarbeitet werden.

Der Sumpf-Ziest schmeckt pilzähnlich, nussig, manchmal olivenölartig.

Auch heute noch kann man

  • seine Wurzeln in seinem ersten Jahr zwischen September und Januar sammeln. Die weichen Wurzeln werden zu Gemüse gekocht oder gebacken.
  • Die Blätter hingegen sollten die jungen, frischen Triebe im Frühjahr sein, noch vor der Blüte des Ziest. Diese kann man vorsichtig dünsten und ebenfalls als Gemüse verwenden. Die raue kratzige Beschaffenheit der Blätter verliert sich dadurch und nimmt etwa die Form von Spinat an.
  • Ende August bis Oktober kann man die Samen als Gewürz oder Beigabe in Salate verwenden.

 

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Wirkung

Der Sumpf-Ziest wirkt entkrampfend, Menstruation regulierend, harntreibend und er stärkt die Nerven bzw. beruhigt diese. Außerdem hilft er bei Nieren-Beschwerden und Wund-Infektionen, welches man aber in jedem Fall mit einem Arzt besprechen muss, bevor man sich selber behandelt!

 

 

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Das wichtigste zusammengefasst:
Lateinischer Name: Stachys palustris
Andere Namen: Schweinsrübe
Blüte: Ende Juni – September
Sammelzeit & -gut: September – Januar die Wurzeln, April/Mai die Blätter, Ende August – Oktober die Samen
Ursprünglicher Standort: an Ufern, auf feuchten Wiesen, an Seen/Tümpeln
Verwendung: als Nahrung, Wickel, Umschlag
Giftig? nein
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl
Wirkung: entkrampfend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, beruhigend, harntreibend