Der Japanische Wasserpfeffer

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Persicaria hydropiper

Flohpfeffer, Pfefferkraut, Scharfer Knöterich, Pfefferknöterich, Bitterkrut, Japanischer Wasserpfeffer

 


Allgemein

Der Japanische Wasserpfeffer ist einjährig. Er kann bis zu 1 m groß werden. Sie benötigt viel Wasser und kann ansonsten sonnig bis schattig stehen. Die weißen oder rötlichen Blüten entwickelt er zwischen Juni und September. Allerdings nur durch Selbstbestäubung, Insekten besuchen ihn nur selten. Die Blüten eignen sich aber sehr gut als dekorative Zutat ähnlich den Kapuzinerkresseblüten. In diesem Fall eher zu Reis, Fisch und Fleisch.

 

 

 

Seine Blätter wurden in ganz Europa als Pfefferersatz zum Würzen genutzt. Dazu trockneten die Menschen die Blätter und stießen sie zu feinem Pulver. Japanischer Wasserpfeffer hat im Grunde keinen Geschmack, lediglich die Schärfe ist zu spüren.

 

Die Wasserpfeffersamen wurden schon zur Bronzezeit zum Würzen der Speisen genutzt. Dies belegen viele Ausgrabungen, welche die Samen zutage förderten.

Durch diese vermehrt sich Japanischer Wasserpfeffer im Übrigen ganz ausgezeichnet. Da er in sumpfigen Gebieten, an Ufern und feuchten Gräben zu finden ist, kann man mit viel Schlamm und Schlick rechnen. Der Wasserpfeffer verliert seine Samen (300-400 Samen in seinem Leben) in eben diesem und die Tiere nehmen sie mit ihren Pfoten, samt Schlamm, auf und tragen sie fort. Oder sie fallen ins Wasser und werden von diesem an fremde Ufer geschwemmt.

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Wirkung

Diese Pflanze wirkt durch die enthaltene Schärfe hautreizend, aber auch antibakteriell, blutreinigend und -stillend, harntreibend und desinfizierend.

Verwendung

Die nordamerikanischen Indianer verwendeten diesen Pfeffer zur Heilung alter, faulender Wunden, wodurch diese desinfiziert und zugleich daran gehindert wurden, wildes Fleisch zu entwickeln.

Nicht während einer Schwangerschaft verwenden! Wehen fördernd!

Sonstige Nebenwirkungen könnten Schleimhautreizungen und Hautirritationen sein.

Außerdem soll er gegen Blattläuse helfen. Ähnlich wie eine Brennessel-Jauche angesetzt und aufgesprüht vertreibt er die schlimmen Tierchen.

Das wichtigste zusammengefasst:
  • Lebensdauer: Einjährig
  • Standort: sonnig, halb-schattig, schattig, feucht
  • Winterhart?: nein
  • Größe: bis 1 m
  • Blüte: weiß oder rötlich, Juni – September
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Scharfstoffe
  • Vermehrung: Samen
  • Gesundheit: antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, desinfizierend