Der Besenginster

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Sarothamnus scoparius (giftig)

Brambusch, Gaist, Genester, Besenkraut, Besenstrauch, Pfriemenkraut, Besenpfriem, Bessenkrut, Hasengeil

 

besenginsterstrauch

Besenginsterstrauch

Allgemeines

Dieser Strauch kann bis zu 2m hoch werden und beinahe ebenso breit. In ganz seltenen Fällen kann er zu einem Bäumchen von 5m Größe werden. Seine Zweige sind vom Stämmchen an aufwärts gerichtet und sehr kräftig. Auch die Seitenzweige stehen stramm ab und sind elastisch.

An diesen Seitenzweigen bilden sich wechselständig dreizählige Blätterchen. Ziemlich filigran halten diese auch nicht lange fest und fallen schnell wieder ab.
Die schönen tiefgelben Schmetterlingsblüten, welche nach ihrem Aufplatzen an kleine Throne erinnern, machen den Anschein, als bildeten sie einen traubenartigen Blütenstand, da sie hauptsächlich an den Enden der einzelnen Zweige Blüten stehen haben.

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Der Besenginster blüht von Mai bis Juni.

Sind die Blüten reif, platzen die Samenhülsen mit einem lauten Knacken und schleudern ihren Inhalt weit von sich. Meistens wird dieses Aufplatzen durch eine Hummel oder Biene ausgelöst, welche sich auf dem „Schiffchen“, der Samenhülse, niederlässt. Die Samenhülse platzt auf, wodurch die Staubblätter hervorschnellen.

Einsatzgebiete und Wirkung

Das Kraut, welches man nach seiner Blüte im Oktober und vor seiner Blüte im Februar sammeln kann, nutzte man damals wohl als Besen zum Fegen des Hofes von grobem Schmutz.
Heute finden nur noch die Inhaltsstoffe des Besenginster Verwendung in der Pharmazie. Das enthaltene Spartein nützt bei Herzrythmusstörungen. Sowohl zur Reizbildung, als auch zur Reizleitung. Gibt es da ein Ungleichgewicht, kann das Spartein es wieder regulieren.
Andererseits ist der Besenginster hilfreich zur Geburtshilfe, wo es die Wehen anregt und verstärkt. Ebenso findet es bei Kreislaufschwäche und Ödemen Anwendung.

Der Besenginster ist giftig.

 

Dioskurides bezeichnete den Besenginster einst als Spartion, aufgrund seiner Inhaltsstoffe.

 

Verarbeitung

Es gibt die Möglichkeit einen Tee aus den Besenginsterblüten zu trinken oder Fluidextrakt zu sich zu nehmen. Da die Pflanze giftig ist, müssen diese Möglichkeiten mit einem Arzt besprochen werden.

marienkaeferlarve

Marienkäferlarve

marienkaeferpuppe

Marienkäferpuppe

Ich habe im Jahr 2018 beobachten können, wie es sich Marienkäfer in unserem Besenginster gemütlich gemacht haben. Eventuell aufgrund der extremen Trockenheit und Hitze haben sie sich dort wahnsinnig vermehrt, denn dadurch war der Besenginster von Blattläusen befallen. Die Marienkäferpuppen waren so zahlreich, man hat nur noch diese sehen können. Nach dem Schlüpfen haben sich die Marienkäferlarven dann über das üppige Futterangebot hergemacht.

 

In dieser Zeit hat der Besenginster geruht, sich dann aber schnell wieder erholt. Und viele Tausend Marienkäfer haben sich bald zum Schlafen über den Winter zurückgezogen. Beste Variante Blattläuse loszuwerden – eine neue Generation Marienkäfer.

 

Das wichtigste zusammengefasst:
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Standort: sonnig, halbschattig, sandig; Heiden, Gebüsch, Weg- und Straßenränder
  • Winterhart?: ja
  • Größe / Höhe: 2m, selten bis zu 5m
  • Blüte: gelb, Mai – Juni
  • Sammelzeit / Was?: Oktober – Februar / Kraut, Mai – Juni / Blüten
  • Hauptinhaltsstoff: Spartein, Flavonoidglykoside, Bitterstoffe
  • Vermehrung: Samen
  • Gesundheit: wehenanregend, wassertreibend, kreislaufwirksam, herzberuhigend

 

Volksmeinungen zum Besenginster

 

All die Angaben und Ratschläge ersetzen niemals den Besuch beim Arzt! In jedem Fall ist ein Vorsprechen bei diesem notwendig!