Der Alant

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Inula helenium

Altwurz, Heilwurz, Helenenkraut, Donnerkraut, Echter Alant, Glockenwurz, Darmkraut, Edelwurz, Schlangenkraut, Odinskopf

 


Alant

Allgemein

Der Alant blüht dem Löwenzahn ähnlich von Juli bis September. In knalligem gelb mit langen Zungenblüten und einem flachen Körbchenboden imponiert er aufrecht und lockt die Insekten. Allerdings erst ab seinem zweiten Jahr.

Er kann 2 m hoch wachsen, wobei seine unterhalb filzigen Blätter an die 50 cm lang werden.

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Der Echte Alant hat es gerne warm und trocken. Mäßiges Gießen tut ihm gut, zu viel darf es nicht sein, obwohl er wild auch gerne an Flußufern und an Bächen wächst.

Man muss einen windgeschützten Ort wählen, oder ihm aussreichend Stütze bieten, da er aufgrund seines aufrechten Wuchses leicht umknickt.

Ansonsten ist er pflegeleicht und benötigt nichts weiter als Helligkeit, ein paar Stunden Sonne und etwas Wasser. Im Winter benötigt er keinen Schutz.

Der Alant lässt sich durch seine Samen leicht vermehren.

Ich setze die Samen im Februar/März in ein flaches Gefäß mit Erde und lasse sie langsam und schonend im Gewächshaus wachsen. Sind sie groß genug, also ca. 10cm groß, setze ich sie in größere Töpfe um. Dort wachsen sie dann weiter, bis sie die richtige Größe haben und in den Garten kommen. Das wäre dann ungefähr im April/Mai.

Oder man vermehrt ihn durch Wurzelteilung.

Der richtige Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr vor seinem Erwachen oder im Spätsommer, wenn die Blüte geschafft ist. Dazu nimmt man der Mutterpflanze einen Teil ihrer Wurzeln, schneidet sie in möglichst gleichgroße Stücke und setzt diese sofort an den ausgesuchten Orten in die Erde. Gut angießen und abwarten.

Volksglaube

Im Volksglauben wurden mit ihm zur Abwehr von Dämonen Räucherungen am Christabend in Stube und Stall vorgenommen.

Wie der Gundermann schmeckt die Wurzel des Alant eher herb und bitter. Dieses jedoch hat die Menschen nicht davon abgehalten sie kleinzuschneiden und zu kandieren bzw. ihn als Gewürz zu Süßspeisen zu geben, oder daraus ein Magenbitter herzustellen.

Leider reagieren viele Menschen allergisch auf ihn, weswegen er nun nur noch in Alkoholprodukten und einigen Hustensäften Verwendung findet. Dabei ist das dort enthaltene Inulin eine gute Alternative für Diabetiker.

Alant

Verwendung & Wirkung

Seine Inhaltsstoffe wirken schleimlösend, verdauungsfördernd, sogar stimmungshebend (laut Plinius).

Als Tee, Tinktur oder Wein kann er sein Können entfalten. Äußerlich angewandt hilft der Alant pur oder zu Salbe verarbeitet bei Geschwüren, Hautabschürfungen und Ekzemen.

In einigen Gegenden hat man ihn auch als Tabak zum Rauchen genutzt, was den Menschen bei Brustbeschwerden geholfen haben soll.

 

 

 

Das wichtigste zusammengefasst:
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Standort: sonnig, halbschattig, trocken
  • Winterhart?: Ja
  • Größe/Höhe: 2 m
  • Blüte: gelb, Juli bis September
  • Vermehrung: Samen, Wurzelteilung
  • Gesundheit: auswurffördernd, entzündungshemmend, blutreinigend, harntreibend, galletreibend, hustendämpfend, krampflösend, schleimlösend, verdauungsfördernd, schweißtreibend